Mutter kann Sohn GTA 5 und CoD nicht verbieten – bittet Gericht um Hilfe

Kamila Zych 18

Wie weit Eltern gehen können, um ihren Sprösslingen Spiele zu verbieten, die nicht für sie geeignet sind, zeigt ein aktueller Fall.

Mehrere Medien stützen sich auf einen Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Demnach sollen die getrennt lebenden Eltern eines Zehnjährigen Schwierigkeiten dabei haben, ihren Sohn davon abzubringen, Games ab 18 auf seiner PlayStation 4 zu spielen.

„Weil Klassenkameraden auch »Grand Theft Auto (GTA) 5« oder »Call of Duty« spielen dürften, könne sie es dem Jungen nicht untersagen und durchsetzen, erklärte die Mutter. Sie erhoffte sich Hilfe bei der Durchsetzung durch eine gerichtliche Entscheidung“, heißt es unter anderem im Hamburger Abendblatt.

Gib es zu: Mindestens eines dieser Spiele hast du in deiner Kindheit bestimmt gespielt!

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8 Spiele deiner Kindheit, die du eigentlich gar nicht hättest zocken dürfen.

Gericht kann Kindern Games ab 18 verbieten

Offensichtlich hat der Ruf nach Hilfe Früchte getragen: Laut der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) kann ein Gericht Eltern – wenn diese nicht in der Lage sind – dazu verpflichten ihrem Kind keine Videospiele mit der Einstufung „keine Jugendfreigabe“ oder „USK ab 18“ zu überlassen. Das geht aus dem Beschluss 63 F 290/17 SO vom 27.10.2017 des Amtsgerichts Bad Hersfeld hervor. Da Spiele wie GTA 5 oder Call of Duty eine ebensolche Einstufung besitzen, bedeute dies zwingend eine Gefährdung des Kindswohls.

Laut der DAV-Familienrechtsanwälte können Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern zu dem Thema gerichtlich geklärt werden. So könne ein Elternteil die Beschränkung der Nutzung solcher Videospiele gegen den anderen Erziehungsberechtigten durchsetzen.

Zum Glück gibt es noch genügend Spiele ohne Altersbeschränkung – wie beispielsweise das kürzlich veröffentlichte Kingdom Hearts 3. Im Video siehst du, was dich im Spiel erwartet.

Kingdom Hearts 3 - Gameplay-Übersichtsvideo.

Solltest du die Nachricht jetzt gerade lesen und unter 18 Jahre alt sein oder jemanden kennen, der minderjährig ist, sind das vermutlich sehr schlechte Nachrichten für dich – oder gute, je nach Blickwinkel. Was hältst du von dem neuen Gerichtsbeschluss? Findest du, Gerichte sollten Kindern Spiele ab 18 verbieten oder soll das allein Sache der Eltern sein? Verrate uns deine Meinung zu diesem Thema.

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